VMware vs. Proxmox & Co.
Virtualisierung im Umbruch: VMware & Alternativen
Die Übernahme von VMware durch Broadcom hat die Virtualisierungswelt auf den Kopf gestellt. Für viele Unternehmen bedeutet dies steigende Lizenzkosten, Abo-Pflicht und jede Menge Frust. IT-Verantwortliche stehen vor der Entscheidung: Weiter mit VMware oder eine Alternative wählen?
Ziel ist es, eine Virtualisierungslösung zu finden, die optimal zur vorhandenen Infrastruktur passt – sei es VMware oder eine der leistungsfähigen Alternativen wie Proxmox, HPE VM Essentials, Hyper-V oder OpenStack.
In diesem Beitrag zeigen wir die aktuellen Veränderungen, die Auswirkungen auf Unternehmen und wie Sie die passende Lösung für Ihre Server- und Storage-Umgebung finden.

VMware nach Übernahme: Preissteigerungen & Kundenfrust
Die Übernahme von VMware durch Broadcom sorgt bei vielen IT-Verantwortlichen für Verunsicherung. Lange geschätzte Vorteile wie die dauerhafte Perpetual-Lizenzierung gehören der Vergangenheit an: Statt einmal zu zahlen und die Software dauerhaft zu nutzen, gilt jetzt Abo-Pflicht: D. h. VMware-Lizenzen sind nur noch im Abonnement verfügbar, was die laufenden Kosten spürbar erhöht.
Früher bot VMware eine breite Produktpalette für Unternehmen jeder Größe – das gängigste Produkt war vSphere Essentials Plus, das in vielen Umgebungen ideal passte und dabei ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bot. Das gibt es nun leider nicht mehr.
Mit der neuen Ausrichtung hat VMware das Portfolio stark eingeschränkt und bietet nun nur noch eine kleine Auswahl an Bundles, die vor allem auf große Unternehmen zugeschnitten sind: Nur noch vier High-End-Bundles stehen zur Verfügung.
Auch die flexible Lizenzierung nach CPU ist Geschichte: Jetzt gilt die Lizenzierung pro Core, immer mit einer Mindestanzahl von 16. Hinzu kommt ein Strafaufschlag von 20 %, wenn Verträge nicht rechtzeitig verlängert werden. Und Obendrauf kommen massive Preissteigerungen, die die Kosten weiter in die Höhe treiben.
VMware Änderungen im Überblick
Abonnements statt dauerhaften Lizenzen
Portfolioreduzierung zu 4 vereinheitlichten High-End-Bundles
Lizenzierung pro Core, nicht mehr pro CPU (Mindestanzahl 16 Cores)
20 % Strafaufschlag bei verspäteter Verlängerung
Massive Preissteigerungen
Hypervisor-Alternativen rücken in den Fokus
Angesichts der jüngsten Änderungen bei VMware prüfen immer mehr Unternehmen Alternativen, die sowohl kosteneffizient als auch flexibel sind. Die Virtualisierungslösungen haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt und bieten heute zahlreiche Vorteile, die für kleine, mittlere und große Unternehmen attraktiv sind. Zu den interessantesten Alternativen gehören:

HPE VM Essentials
KVM-basierter Hypervisor aus dem HPE-Ökosystem
Proxmox
Open-Source-Hypervisor auf Basis von KVM (vollvirtualisiert) & LXC (Container)

OpenStack
Skalierbare Plattform für private Cloud-Infrastrukturen

Hyper-V
Hypervisor für Windows-
zentrierte Umgebungen
Migration von VMWare zu Proxmox, HPE & Co.
Die Migration von VMware zu Alternativen wie Proxmox, Hyper-V, OpenStack oder HPE VM Essentials will gut geplant sein. Eine strukturierte Vorgehensweise minimiert Ausfallzeiten und Datenrisiken. Im Folgenden zeigen wir die vier wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche Migration:
Vorhandene Infrastruktur analysieren
Detailliertes Erfassen von Servern, Storage und virtuellen Maschinen
Migrationsplan erstellen
Festlegen der zeitlichen Reihenfolge und Prioritäten für den Umzug einzelner Systeme
Migration durchführen
Gezielte Wiederherstellung der VMs aus Backups oder direkter Import in die Zielumgebung
Nachpflege
Abschließende Kontrolle und Anpassung von Parametern
Wechseln oder bei VMware bleiben – was lohnt sich?
VMware gilt seit über 15 Jahren als State-of-the-Art-Plattform und ist der Platzhirsch im Virtualisierungsmarkt. Technisch überzeugt die Lösung weiterhin mit Stabilität, Funktionsumfang und Integration in bestehende IT-Infrastrukturen.
Allerdings gilt: Die VMware-Technologie hat ihren Preis. Wer VMware einsetzen möchte, muss nicht nur die Lizenzkosten, sondern auch die höheren Abonnementzahlungen, mögliche Strafaufschläge und höhere Upgrade-Kosten einkalkulieren. Für viele Mittelständler kann dies schnell zu einer erheblichen finanziellen Belastung werden.
Hier stellt sich nun die Frage: Kann sich Ihr Unternehmen VMware unter den aktuellen Lizenz- und Abonnementbedingungen noch leisten?
Welcher Hypervisor passt zu Ihnen?
Die Wahl des richtigen Hypervisors hängt stark von der individuellen IT-Umgebung ab. Es gibt keine Standardlösung, die für jedes Unternehmen optimal ist. Entscheidend sind Faktoren wie vorhandene Hardware, Workloads, Backup-Strategien und zukünftige Anforderungen. Bevor man sich für VMware oder eine Alternative wie Proxmox, Hyper-V, OpenStack oder HPE VM Essentials entscheidet, sollte die Infrastruktur gründlich analysiert werden. Nur so lassen sich Leistung, Kosten und Flexibilität optimal aufeinander abstimmen – und teure Fehlentscheidungen vermeiden.
COMPUTERS & LESSONS unterstützt Sie dabei, die bestmögliche Virtualisierungsplattform zu finden. Lassen Sie uns gemeinsam schauen, welche Optionen für Ihre Umgebung sinnvoll sind. Fragen Sie gleich eine individuelle Beratung über das untenstehende Formular an!
Jetzt Virtualisierungscheck für HPE, Proxmox & Co. starten!
Sie möchten herausfinden, welche Virtualisierungslösung am besten zu Ihrer Infrastruktur passt? Unsere Experten beraten Sie gerne individuell und praxisnah. Füllen Sie einfach das folgende Formular aus!
Weitere Blog-Beiträge

Warum ein verspätetes Patch-Update Ihr Unternehmen lahmlegen kann
Ein fehlender Patch reicht aus, um Systeme lahmzulegen. Erfahren Sie, warum ein strukturiertes Patch-Management entscheidend für Ihre IT-Sicherheit, Compliance und Geschäftskontinuität ist.

TechUpdate – unser Event für IT-Wissen aus erster Hand
Mit unserem TechUpdate bringen wir aktuelle Trends, praxisnahes IT-Wissen und spannende Insights von Branchenexperten nach Aschaffenburg. Jetzt mehr erfahren!
HPE 3PAR End of Life – Was Sie jetzt wissen und tun sollten
HPE hat das End of Life für ihr Storage-System 3PAR angekündigt. Welche Modelle betroffen sind und welche Alternativen Sie haben, lesen Sie hier.